Vorbereitungsseminar Teil 2

10 07 2008

Es folgt die weitere Berichterstattung aus Wuppertal:

Mittlerweile haben wir zwei Tage interkulturelle Kommunikation, eine Kanutour, einen weiteren anthroposophischen Crashkurs und einen Verwaltungstag hinter uns gebracht.

Die interkulturelle Kommunikation war mit vielen Spielen geschmückt – eine mehr oder minder erfolgreiche Abwechslung zu dem anthroposophischen Crashkurs. Wir haben einen kleinen Eindruck darüber bekommen, wie wir uns im Gastland von unserer besten Seite zeigen können und worauf wir achten sollen, um nicht in jedes Fettnäpfchen zu treten.

Danach folgte die Kanutour von 25 km, welche uns großen Spaß machte. Doch irgendwie schwanden unsere Kräfte recht schnell und so waren die letzten fünf Kilometer ein hartes Stück Arbeit und unser Seminarleiter hatte es schwer, uns weiter zu motivieren. Nach dem Tag waren wir alle am Ende unserer Kräfte und fielen sofort ins Bett. Auch am nächsten Tag war uns die Müdigkeit noch anzusehen.

Dieser etwas von der Kanutour in Mitleidenschaft gezogene Tag war wieder mit der Anthroposophie gefüllt. Jedoch sind wir diesmal genauer auf unseren bevorstehenden Dienst eingegangen und die Zeit verflog recht schnell.

Am nächsten Tag informierten wir uns noch einmal genauer über unsere Dienststellen und machten uns Gedanken darüber, vor welchen Problemen wir stehen könnten. Diese konnten wir dann direkt mit unserem Seminarleiter besprechen und er stand uns mit vielen Ratschlägen zur Seite.

Gestern ging es dann weiter mit einem Verwaltungstag bei den Freunden der Erziehungskunst Rudolf Steiners. Wir haben noch einmal über unsere Sorgen und Erwartungen gesprochen und die Freunde konnten uns viel darüber erzählen, wie das bei anderen, ehemaligen Freiwilligen abgelaufen ist.

Zudem ist momentan hier in der Sozialakademie eine Rückkehrergruppe zu Gast, welche gestern ein Programm für uns aufgestellt hat. Wir haben die frisch Heimgekommenen natürlich großzügig ausgequetscht. Leider war niemand aus Australien dabei, den ich in die Mangel hätte nehmen können.

Heute steht ein weiterer Verwaltungstag bei den Freunden an, welcher sich aber mehr mit den rechtlichen Angelegenheiten, wie der Versicherung und ähnlichem auseinandersetzt.





Der anthroposophische Crashkurs

3 07 2008

So langsam geht alles ganz schnell. Vorgestern bin ich nach Wuppertal-Beyenburg gereist, wo ich nun in der Sozialakademie Wuppertal mein Vorbereitungsseminar zu meinem Freiwilligen Sozialen Jahr absolviere. Hier verbringe ich jetzt die Zeit mit allen, die gleichzeitig ihr FSJ mit mir in aller Welt beginnen.

In den letzten zwei Tagen haben wir Organisatorisches besprochen und mit einem Crashkurs in die anthroposophische Erziehungskunst und Heilpädagogik angefangen.

Im weiteren Verlauf werden wir uns noch zwei Tage mit interkultureller Kommunikation beschäftigen und eine Kanutour unternehmen. Dann folgen noch zwei Tage mit dem Inhalt der rechtlichen Seite und drei Tage Hospitation in einer ähnlichen Einrichtung, wie unserer Dienststelle.

Die Seminare finden im Bahnhof von Beyenburg statt, welcher im Besitz der Sozialakademie Wuppertal ist. Untergebracht ist ein Teil der Gruppe im Bahnhof selbst, zwei weitere Teile haben gemütliche Wohnungen im Ort. Versorgt werden wir mittags und abends sehr gut durch die Cafeteria der Sozialakademie, morgens essen wir in unserer Wohnung.

Bahnhof Beyenburg

Bahnhof Beyenburg

Bahnhof Beyenburg

Bahnhof Beyenburg

Natürlich wollten wir auch die Umgebung besser erkunden, in der wir jetzt 17 Tage lang leben, doch leider mussten wir feststellen, dass Wuppertal-Beyenburg um einiges kleiner ist als die Dörfer oder Städte, in denen wir leben. So gibt es in diesem Ort nur einen Supermarkt, der leider während unserer Freizeit geschlossen hat. Alle Restaurantbesitzer sind momentan in Urlaub und so bleiben uns hier leider nur noch eine Eisdiele, ein Kiosk und eine Apotheke. Um in den nächsten Supermarkt zu gelangen müssen wir zehn Minuten mit dem Auto in den nächsten größeren Ort fahren. Dafür gibt es hier einen Stausee, an dem wir unsere Abende verbringen können und die Ortschaft ist von der Erscheinung sehr schön und freundlich.

Wuppertal-Beyenburg Stausee

Wuppertal-Beyenburg Stausee

Spaß macht das Seminar natürlich trotzdem, gerade weil wir Seminarteilnehmer uns sehr gut verstehen und uns in jeder freien Minute über die Vorfreude und auch über die Bedenken des Auslandsjahres austauschen können.

Zum Beispiel nehmen mit mir noch fünf andere Jugendliche teil, die nach Australien gehen werden. Wir sind schon kräftig am Kontakte knüpfen, um eventuelle Übernachtungsmöglichkeiten bei Reisen klar zu machen.





Nägel mit Köpfen

18 03 2008

So, nun wird es langsam ernst. Nachdem ich meine Unterlagen alle weggeschickt hatte, habe ich mich an die Reiseplanung gemacht. Wichtig für den Anfang ist natürlich der Hin- und Rückflug. Deshalb habe ich mich mit dem Kalender hingesetzt und erstmal geschaut, wann ein Flug praktisch wäre. Da ich vor meiner Reise nach Australien erst noch ein Vorbereitungsseminar in Karlsruhe besuche, ist der Zeitraum sehr eingeschränkt.

Entschieden habe ich mich nun für den 19. Juli 2008, da mein Seminar am 17. Juli 2008 zu Ende geht. Dann kann ich noch ein bisschen packen und dann geht es auch schon los.

Die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners haben mir ein Reisebüro angeboten, bei dem ich buchen könnte, aber nicht muss. Dieses Reisebüro habe ich dann erstmal per Email angschrieben und mir ein Angebot schicken lassen. Das Angebot war gar nicht schlecht, doch leider nur mit einem Flug am 22. Juli 2008, was mir etwas zu spät ist. Mein Rückflug muss erstmal offen bleiben, da die aktuellen Flugpläne erst ca. 11 Monate vor dem gewünschten Flugdatum veröffentlicht werden.

Dann habe ich mich bei dem Reisebüro Jasminreisen erkundigt. Dort habe ich ein Angebot für den 19. Juli bekommen, welches ich auch gleich angenommen habe. Mein Flug sieht nun folgendermaßen aus: Ich fliege am 19. Juli um 23:55 Uhr mit Qantas in Frankfurt los, Richtung Singapur. Dort werde ich 12 Stunden später am 20. Juli um 18:00 Uhr Ortszeit ankommen. Weiter geht es wieder mit Qantas um 21:25 Uhr. Ankommen werde ich nach 7:25 Stunden Flug in Brisbane, am 21. Juli um 6:50 Uhr Ortszeit.

Dort werde ich höchst wahrscheinlich meine Eltern treffen, welche zeitgleich Urlaub in Australien machen wollen und mit ihnen noch ein paar Tage verbringen. Am 30. Juli geht es dann wieder in Brisbane mit Qantas los. Zuerst um 8:05 Uhr nach Sydney, wo ich um 9:35 Uhr ankomme und dann um 10:20 Uhr wieder mit Qantas weiterfliege, um einen Tag vor Dienstbeginn um 11:30 Uhr endlich in meinem neuen Wohnort Armidale anzukommen.

Jetzt fehlt – damit wirklich alles niet- und nagelfest ist – nur noch mein Visum, welches ich aber erst beantragen kann, wenn ich meinen neuen Reisepass habe. Ich hoffe, ich kann auch in diesem Bereich bald über getane Arbeit berichten