Von schlechtem Wetter in Townsville bis keiner Stimmung in Rockhampton

25 07 2008

Vorgestern war leider ein sehr verregneter Tag. Irgendwie schaff ich es immer den deutschen Regen mit auf den trockensten Kontinent zu bringen.

Mutti und ich sind wieder früh losgefahren. Zuerst haben wir noch eine Runde durch Port Douglas gedreht und sind dann weiter gefahren nach Mission Beach. Dies ist eigentlich ein sehr schöner Ort mit vielen Ferien-Domizilen und einem ellenlangen weißen Sandstrand, doch der Regen machte den sehr freundlichen Ort doch etwas ungemütlich, deswegen sind wir gleich weiter gefahren. Unser Ziel war Townsville. Auch hier hat es nicht aufgehört zu regnen. Auf einem Campingplatz haben wir uns dann ein „Cabin“ gemietet. Ein „Cabin“ ist eine kleine Hütte auf einem Campingplatz, meistens mit Küche und Klimaanlage. In dieser Hütte konnten wir uns zumindest gut bewegen während es geregnet hat und wir konnten uns etwas kochen, denn ich wollte endlich mal wieder warm essen.

Gestern war es dafür schön sonnig. Mutti und ich sind erst noch einmal nach Townsville rein gefahren und haben uns die City bei schönem Wetter angeschaut. Jetzt hat mir die Stadt auch sehr gut gefallen.

Dann sind wir weiter gefahren nach Airlie Beach. Das ist ein sehr touristischer Ort, aber wunderschön. Wir haben uns wieder ein Cabin gemietet. Diesmal ein teureres mit eigenem Bad.

In Airlie Beach gibt es ein sehr schönes Backpacker Hotel und nette Bars. In der Backpacker-eigenen Bar habe ich ein Bier getrunken und die Atmosphäre genossen, die die vielen jungen Australienbegeisterten verbreiten. Außerdem haben wir uns den Sonnenuntergang am Strand angeschaut.

Danach sind wir zurück auf den Campingplatz gefahren und ich habe mir den Sternenhimmel angeschaut. Der australische Sternenhimmel ist unbeschreiblich für jemanden der ihn noch nie gesehen hat, denn es gibt in der südlichen Hemisphäre viel mehr Sterne als in der nördlichen und das ist ein bezaubernder Anblick.

Über den heutigen Tag ist nicht so viel zu sagen. Wir hatten uns als Ziel Mackay vorgenommen, was sich aber als sehr verlassen herausstellte. Daraufhin sind wir weitergefahren nach Sarina Beach. Dieser Ort war sehr schön, aber leider auch etwas einsam. Deshalb sind wir 200 km weitergefahren nach Marlborough. Marlborough sieht nur leider in Wirklichkeit um einiges kleiner aus als auf der Karte. Es hat geschätzt 500 Einwohner und einen Campingplatz am Highway. Also haben wir beschlossen einen Zwischenstopp auszulassen und direkt nach Rockhampton zu fahren. Rockhampton ist auch nicht das, was ich mir unter einer großen Stadt vorgestellt habe und einen Stadtkern gibt es auch nicht wirklich, aber es wurde langsam ziemlich spät und nachts ist es ziemlich gefährlich auf

australischen Straßen und so haben wir uns hier niedergelassen für die Nacht. Hier gibt es auch einen Big4-Campingplatz, die eigentlich immer sehr sauber und ordentlich sind, doch heute haben wir irgendwie Pech, denn das Cabin ist mit Abstand das Schlechteste das wir uns bis jetzt gemietet haben.

Aber zumindest das Wetter war heute gut, obwohl man doch merkt, dass wir nach Süden fahren, denn es wird immer kälter.





Der lange Weg nach Australien

23 07 2008

So, jetzt muss ich euch einen großen Sprung durch meine Reise zumuten.
Zuerst möchte ich noch von den letzten Tagen des Vorbereitungsseminares berichten.
Nach meinen 2 Tagen zuhause standen ab Montag den 13. meine 2 Tage Hospitation an. Ich hospitierte zusammen mit 5 anderen Freiwilligen im Nachbarort von Beyenbug im „Hof Sondern e.V.“. In dieser Einrichtung leben meist junge, volljährige, psychisch erkrankte Menschen in Wohngemeinschaften und lernen es ihren Alltag wieder zu meistern. Ich hatte dort leider nicht so viel zu tun, da jeder Bewohner einen festen Dienst hat und ich ihnen nur Arbeit weggenommen hätte, wenn ich etwas gemacht hätte.
Dennoch war es eine sehr schöne Erfahrung, da ich den Klienten und unserem Hausverwalter alle möglichen Fragen stellen konnte und sofort nachvollziehbare und praxisnahe Antworten bekam.
Danach folgte noch ein Tag Nachbesprechung der Hospitation und ein Tag Verabschiedung, an dem wir Schwimmen gegangen sind.

Die 2 Tage vor Abflug verflogen gerade so. Meine Freunde verbrachten noch die letzten Abende mit mir. Wir tranken in gemütlicher Runde noch Bier bzw. Cocktails zusammen. Der harte Kern meiner Freunde begleitete mich sogar zum Flughafen. Der Abschied fiel mir wirklich schwer und ich kann es bis jetzt noch nicht glauben, dass ich meine Freunde jetzt fast ein Jahr nicht sehe.

Mein Flug lief glücklicherweise planmäßig ab. Ich hatte zu meinem Erstaunen alles im Griff und sogar der von der Buchung unsichere Flug von Brisbane nach Cairns verlief wie gewünscht. In Cairns hat mich dann meine Mutter vom Flughafen abgeholt. Jetzt haben wir vor, innerhalb der nächsten 8 Tage von Cairns nach Brisbane zu fahren, von wo aus ich dann nach Armidale fliege. Die Strecke von ca. 1700 km legen wir in einem Toyota Camry zurück, den wir gemietet haben.

Vorgestern Abend verbrachten wir in Cairns. Wir haben uns kurz die Stadt angeschaut, ein Pub besucht und dann bin ich bald schlafen gegangen, weil mir die Zeitumstellung doch sehr zu schaffen macht.

Gestern ging es dann gleich früh morgens los Richtung Port Douglas. Port Douglas liegt zwar nicht auf dem Weg nach Brisbane, ist aber auf jeden Fall sehenswert. Auf dem Weg schauten wir uns noch ein paar Strände und Campingplätze an.

In Port Douglas haben wir einen Kaffee getrunken und sind dann weitergefahren zum Cape Tribulation. Dieser Punkt ist so interessant, weil Captain Cook nach seiner Australien-Entdeckung hier auf Grund gelaufen ist und einige Zeit verweilen musste, bis das Schiff wieder repariert war. Um zum Cape Tribulation zu gelangen mussten wir einen abenteuerlichen Weg auf uns nehmen. Es ging zuerst mit der Fähre über den Daintree-River, in welchem einige Krokodile leben und danach über schmale, kurvige Wege durch Wald, Berg und Tal.

Danach sind wir wieder zurück gefahren nach Port Douglas. Port Douglas ist ein eher nobler Ort. Alles ist hier sehr teuer. aber es gibt einen sehr schönen Strand, schöne Cafes und auch schöne Bars.