Der lange Weg nach Australien

23 07 2008

So, jetzt muss ich euch einen großen Sprung durch meine Reise zumuten.
Zuerst möchte ich noch von den letzten Tagen des Vorbereitungsseminares berichten.
Nach meinen 2 Tagen zuhause standen ab Montag den 13. meine 2 Tage Hospitation an. Ich hospitierte zusammen mit 5 anderen Freiwilligen im Nachbarort von Beyenbug im „Hof Sondern e.V.“. In dieser Einrichtung leben meist junge, volljährige, psychisch erkrankte Menschen in Wohngemeinschaften und lernen es ihren Alltag wieder zu meistern. Ich hatte dort leider nicht so viel zu tun, da jeder Bewohner einen festen Dienst hat und ich ihnen nur Arbeit weggenommen hätte, wenn ich etwas gemacht hätte.
Dennoch war es eine sehr schöne Erfahrung, da ich den Klienten und unserem Hausverwalter alle möglichen Fragen stellen konnte und sofort nachvollziehbare und praxisnahe Antworten bekam.
Danach folgte noch ein Tag Nachbesprechung der Hospitation und ein Tag Verabschiedung, an dem wir Schwimmen gegangen sind.

Die 2 Tage vor Abflug verflogen gerade so. Meine Freunde verbrachten noch die letzten Abende mit mir. Wir tranken in gemütlicher Runde noch Bier bzw. Cocktails zusammen. Der harte Kern meiner Freunde begleitete mich sogar zum Flughafen. Der Abschied fiel mir wirklich schwer und ich kann es bis jetzt noch nicht glauben, dass ich meine Freunde jetzt fast ein Jahr nicht sehe.

Mein Flug lief glücklicherweise planmäßig ab. Ich hatte zu meinem Erstaunen alles im Griff und sogar der von der Buchung unsichere Flug von Brisbane nach Cairns verlief wie gewünscht. In Cairns hat mich dann meine Mutter vom Flughafen abgeholt. Jetzt haben wir vor, innerhalb der nächsten 8 Tage von Cairns nach Brisbane zu fahren, von wo aus ich dann nach Armidale fliege. Die Strecke von ca. 1700 km legen wir in einem Toyota Camry zurück, den wir gemietet haben.

Vorgestern Abend verbrachten wir in Cairns. Wir haben uns kurz die Stadt angeschaut, ein Pub besucht und dann bin ich bald schlafen gegangen, weil mir die Zeitumstellung doch sehr zu schaffen macht.

Gestern ging es dann gleich früh morgens los Richtung Port Douglas. Port Douglas liegt zwar nicht auf dem Weg nach Brisbane, ist aber auf jeden Fall sehenswert. Auf dem Weg schauten wir uns noch ein paar Strände und Campingplätze an.

In Port Douglas haben wir einen Kaffee getrunken und sind dann weitergefahren zum Cape Tribulation. Dieser Punkt ist so interessant, weil Captain Cook nach seiner Australien-Entdeckung hier auf Grund gelaufen ist und einige Zeit verweilen musste, bis das Schiff wieder repariert war. Um zum Cape Tribulation zu gelangen mussten wir einen abenteuerlichen Weg auf uns nehmen. Es ging zuerst mit der Fähre über den Daintree-River, in welchem einige Krokodile leben und danach über schmale, kurvige Wege durch Wald, Berg und Tal.

Danach sind wir wieder zurück gefahren nach Port Douglas. Port Douglas ist ein eher nobler Ort. Alles ist hier sehr teuer. aber es gibt einen sehr schönen Strand, schöne Cafes und auch schöne Bars.