Jetzt ist es soweit. Ich bin in Armidale!
Der Flug war sehr angenehm, weil man sehr viel sehen konnte und die Maschine sehr gemütlich war…

Stephen, der Vater der Gastfamilie hat mich am Flughafen abgeholt. Schon auf der Fahrt hat er feststellen müssen, dass er mit mir etwas langsamer reden muss, aber das hat ganz gut funktioniert.
Meine erste halbe Stunde in Armidale war geprägt von einer kurzen Stadtrundfahrt, bei der mir Steve die wichtigsten Anlaufstellen in Armidale gezeigt hat. Auf dem Weg haben wir seine beiden Töchter, Brigitte und Charlotte, von der Waldorfschule abgeholt. Bei der Gelegenheit konnte ich mich dort auch gleich vorstellen und Gaynor, die Dame die für mich zuständig ist, kennen lernen. Ich wurde noch kurz den Freundinnen der ältesten Tochter, Charlotte, vorgestellt, die mich anscheinend sehr lustig fanden, weil sie auf einmal alle kicherten und dann ging es weiter mit der Stadtrundfahrt.
Das Ende der Rundfahrt war die Farm auf der ich jetzt lebe. Es ist ein wirklich großes Stück Land, aber für deutsche Verhältnisse ziemlich weit außerhalb. Ich habe mein eigenes „Haus“ mit Schlafzimmer, Bad, Küche und Wohnzimmer.

Die Töchter haben mir dann gleich die ganzen „Haustiere“, sprich Pferde, Hunde, Papageien und Kühe vorgestellt. Bei der Gelegenheit hat mir die älteste Tochter auch gleich erklärt, dass ich Reiten lernen muss.
Dann hab ich einen Kaffee getrunken. Der Kaffee ist, wie fast alles in dem Haus „Öko“ gewesen. Ich komme vielleicht doch dünn zurück
Da es in Australien früh dunkel wird bin ich nicht dazu gekommen mir wirklich viel anzuschauen. Ich bin einmal den Weg bis zum Briefkasten abgegangen und musste feststellen dass es ungefähr die gleiche Entfernung ist wie vom Hause Kuna bis zur nächsten S-Bahn Station.
Nach dem Abendessen, trank ich noch ein Bierchen mit Steve und dann hab ich ein wenig Fern gesehen mit den Mädels. Dann kam auch die Mutter nach Hause. Sie hatte eine Operation und war noch etwas fertig, deswegen verschoben wir das Kennen lernen auf den nächsten Morgen.
Vor dem Schlafengehen stellte sich dann das nächste Problem. Die Australier haben keine wirklichen Heizungen. Also musste ich mich mit einem kleinen Gasofen abfinden. Dieser machte nicht wirklich warm aber gut, ich habe nicht gefroren.
Am nächsten Morgen musste ich feststellen, dass ich hätte frieren sollen, denn die Australier machen den Brenner nachts aus. Diese Nacht weiß ich es besser und lege mir noch ein paar Decken parat.
Morgens machten mir die Mädchen ein Frühstück und eine gute Lunch-Box für die Schule. Die Mutter fuhr uns zur Schule, doch an der Schule kidnappte sie mich gleich wieder und wir fuhren in die Stadt, um einen Kaffe zu trinken. Sie klärte mit mir alle wichtigen Sachen, die man so zum Zusammenleben wissen muss und dann fuhr sie mich doch zur Schule.
In der Schule hatte ich nicht so viel zu tun. Ich musste nur schnell unterschreiben, dass ich keine Kinder misshandeln oder sexuell belästigen würde und dann durfte ich den Unterricht. Ich saß eigentlich nur in der Ecke und lauschte, weil wenn ich mich nicht versteckte, war die ganze Klasse so unruhig, dass die Lehrerin sie pausenlos ermahnen musste.
Nachmittags konnte ich endlich ein bisschen Heimat schnuppern. Ich wollte mit Charlotte das Grundstück der Lows (Familienname) abfahren, doch der alte Suzuki 4 Wheel wollte nicht und ich durfte in ihn zum Laufen bringen. Jippieh!
Er lief dann natürlich und wir fuhren eine Runde um das Grundstück. Das dauert so ca. eine halbe Stunde, weil es alles Offroad ist, aber es war interessant. Dann gab es noch Abendessen und eben schreib ich hier, weil ich endlich herrausgefunden habe, dass es Wireless-Lan auf der Farm gibt. Leider nur sehr langsam und sehr teuer aber verfügbar.
Neueste Kommentare