Geburtstagsmarathon

25 02 2009

Nach meinem Geburtstag ging es mittwochs gleich weiter mit Elliots Geburtstag. Dieser Anlass wurde natürlich auch wieder gefeiert. Dieses Mal waren mehr als 20 Leute eingeladen und es gab ein großes Buffet mit dem Schwerpunkt auf Lasagne.

Dazu wurde wieder in bisschen getrunken und danach fuhren Elliot, seine Kumpels, Judy und ich noch zum Bistro in die Uni, wo eine Party stattfand.

Am nächsten Tag weigerte ich mich in die Schule zu gehen. Ich hatte zwar nicht so arg viel getrunken, aber mir hing die Schule ganz einfach zum Hals raus. Also beschloss ich Phillip im Garten zu helfen. Das passte Jo zwar gar nicht, aber es war eigentlich Teil der Abmachung. Außerdem weiß ich nicht welches Pferd sie momentan reitet, aber sie will mich nur noch an der Schule arbeiten sehen und das so viel wie möglich.

Freitags fuhren wir als Teil von Elliots Geburtstagsgeschenkes nach Minnie Waters in unser Ferienhaus. Mit uns kamen Elliots Freunde Pat, Ewan und Damien und wir hatten einen wunderschönen Samstag am und im Meer.

Sonntags mussten wir leider schon heimfahren, da Damien 21 wurde und wir wieder eingeladen waren.

Es wurde erneut gut gegessen, viel geredet und genauso viel getrunken. Ich ging schon um 21 Uhr heim, da ich von dem Geburtstagsmarathon und dem aufregenden Wochenende ziemlich müde war und fiel sofort in mein Bett.

Die Arbeitswoche begann montags zum Glück entspannend, da alle Kinder schwimmen waren. Ich blieb mit Judy in der Schule. Dafür hatte sich Jo eingesetzt, damit wir „hart arbeiten“ konnten. Ich sah das mit dem Arbeiten allerdings nicht so eng und das zurückgebliebene Office-Team noch viel weniger.

Dienstags durfte ich mit Bobs Klasse Crépes machen, die wir in der Morning-Tea-Zeit verkauften. Der Erlös ging an die Opfer der Buschfeuer in Viktoria.

Am Mittwoch musste ich nur einen halben Tag arbeiten, denn Lynn hatte mich zum Glück gefragt, ob ich mit ihrer Klasse auf einen Spaziergang kommen würde. Jo’s Klasse war auch dabei und mir wurde erklärt, dass ich am darauffolgenden Donnerstag wieder in der Schule arbeiten müsse und keinen Tag bei ihr zu Hause arbeiten würde.

Nachmittags redete Phillip noch mit mir und sagte, dass ich wahrscheinlich ab jetzt immer in der Schule arbeiten solle, da es nicht genug Arbeit für mich im Haus gäbe und die Arbeit in der Schule eh nicht so hart wäre.

Irgendwie scheint Jo auf den Trichter gekommen zu sein, dass ich den schulfreien Tag nur zum Ausschlafen nutze, was definitiv nicht der Fall ist. Ich finde es nur recht angenehm, etwas Abwechslung in meiner Arbeit zu haben. Das muss ich auf jeden Fall demnächst noch klar stellen.





Mein 20. Geburtstag

19 02 2009

Am Samstag nach Top Gear waren Judy, Elliot und ich bei Lisa (Gaynors Tochter) zum Geburtstag eingeladen. Es war eine lustige Party und man konnte viele interessante Leute kennenlernen. Zum Beispiel unterhielten wir uns lange  mit einem Geschichtsstudenten, der besser über die deutsche Geschichte Bescheid wusste als ich, aber sehr dankbar für jeden Aspekt war, den Judy und ich neu einbrachten.

Zudem waren ganz viele musikalisch begabte Menschen dort. Dies lag daran, dass Hayden, Lisas Freund, DJ ist und seine DJ-Kumpels aus ganz aus ganz Australien eingeladen hatte. Doch der Renner des Abends war der Tischfußball, den die Australier „Fussball“ nennen. Judy und ich bewiesen unser Können und zockten die andern gut ab.

Die darauffolgende Woche war leider langweilig und ich hatte keinen Tag, an dem ich in meiner Gastfamilie arbeitete, was die Woche noch mehr streckte. Die Jobs in der Schule wurden auch nicht einfallsreicher und beschränkten sich meist auf Unkraut jäten. Ab Mittwoch war auch die Hitzewelle zu Ende, worüber ich mich am Anfang sehr gefreut hatte, doch am Samstag wurde ich langsam nervös, denn ich wollte am Sonntag schließlich zum ersten Mal meinen Geburtstag im Sommer feiern.

In den Sonntag feierte ich mit Judy und ihrem Freund im „Newie“ rein. Aufgrund der zahlreichen Anrufe, über die ich mich sehr gefreut habe :-) , kam ich erst spät ins Bett. Mit Ausschlafen klappte es leider nicht, da ich von einem Anruf geweckt wurde. Ich verließ jedoch den ganzen Tag mein Bett nur selten, bis es abends eine kleine Feier zu meinen Ehren gab. Jo hatte extra den ganzen Tag für mich gekocht und sogar Gaynor, Kim und Judy eingeladen. Es gab ein köstliches Abendessen! Ich weiß nicht, wie man es nennt, aber es war Hühnchen, Reis und Gemüse mit einer sehr leckeren Soße. Zum Nachtisch wurde uns noch was Australisches, dessen Namen ich vergessen habe, auf den Tisch gezaubert.

Nach dem Festmahl leerten Elliot und ich fast im Alleingang meine letzte Flasche Jägermeister und dann ging es ab ins Bett.






Top Gear Live

9 02 2009

Am Mittwoch, dem 04. Februar, arbeitete ich nur einen halben Tag, weil es am Nachmittag mit Elliot und drei anderen Leuten im Auto nach Sydney gehen sollte. Elliot und Tegan wechselten sich mit dem Fahren ab (Tegan eine Stunde, Elliot fünf Stunden) und Damien, Tom und ich durften uns auf die Rückbank quetschen.

Nach sechs Stunden Fahrt kamen wir endlich in Tegans Wohnung an und gingen gleich Schlafen, obwohl man es eigentlich nicht als solches bezeichnen konnte, denn Damien und ich verbrachten die ganze Nacht damit, uns vor Moskitos zu schützen. Außerdem war es viel zu warm.

Donnerstags fuhren wir zum Bronte Beach. Dieser liegt gleich neben Bondi Beach, ist aber nicht so überfüllt und mindestens genauso schön. Der Tag war herrlich zum Schwimmengehen. Es war sonnig, das Meer dagegen kühl und es gab riesige Wellen, aber keine starke Strömung. Nach mehreren Stunden Wasserplantschen, ging es wieder nach Hause und von dort aus direkt zu „Top Gear“.

Die Sendung fand in der „Acer Arena“ im Olympischen Park statt. Bevor es losging konnte man sich noch eine Autoausstellung anschauen, die aber nicht berauschend war. Um Viertel nach acht ging es endlich mit der Show los. Sie war leider nur 90 Minuten lang, aber vollgepackt mit quietschenden Reifen, vielen Witzen und ganz viel Feuerwerk.

Freitagsmorgens ging es leider schon wieder nach Armidale – zum Glück nur noch zu viert. Das nutzte ich und schlief die ganze Autofahrt lang, denn die zweite Nacht in Sydney war genauso schlaflos wie die erste und ich hatte üble Kopfschmerzen.








Back to work

7 02 2009

Am 28. Januar musste ich leider Melbourne „Tschüss“ sagen und meine Heimreise nach Armidale antreten. Hauke fuhr mich morgens zum Flughafen, wo ich dann erstmal wartete. Nach drei Stunden erfuhr ich, dass mein Flieger nicht wie geplant in zwei Stunden abheben würde, sondern noch mal eineinhalb Stunden Verspätung hatte. Also verbrachte ich meinen halben Tag in Melbourne auf dem Flughafen.

Als ich dann endlich in Sydney ankam, hatte ich meinen Flieger nach Armidale verpasst. Zum Glück ging spät abends noch einer, von dem ich bis dahin noch gar nichts wusste. In Armidale angekommen musste ich mir noch eine Bleibe für die Nacht suchen, denn meine Gastfamilie war noch im Urlaub. Unsere freundliche Sekretärin Kim nahm mich schließlich auf, weil sie es nicht übers Herz brachte nein zu sagen.

Donnerstags fuhr ich dann schon mit ihr auf die Arbeit, um ein paar Tage vorzuarbeiten, denn ich wollte die darauffolgende Woche ja mit Elliot nach Sydney fahren um mir „Top Gear“ anzuschauen und dafür brauchte ich zwei Tage frei.

In der Schule hatte das Gras leider nicht aufgehört zu wachsen als ich weg war und die Klassenräume mussten eingeräumt werden, was mir zwei Tage Arbeit ohne Pause und mit vielen Überstunden bescherte.

Samstags kam Judy heim und wir konnten uns ganz viel aus unseren Ferien erzählen. Der Abend war leider nicht so aufregend. Judy war wieder vereint mit ihrem Freund und Elliot und seine Freundin so unzertrennlich, dass ich mir wie das fünfte Rad am Wagen vorkam und früh heimging.

Die nächste Woche fing so an wie die letzte aufgehört hatte. Mit viel Arbeit!

Dazu gab es noch ein paar neue Regeln von den Lehrern:

Ich muss ab jetzt immer mit Kim absprechen, was ich arbeite. Kein Problem!

Judy und ich dürfen keine Laptops mehr mit in die Schule bringen und nur noch nach der Arbeitszeit ins Internet.  Schon ein etwas größeres Problem!

UND Judy und ich dürfen, sobald wir in einer Gruppe mit Australiern sind, kein Deutsch sprechen. Problem!

Was fällt denen denn ein? Seitdem verstecken sich Judy und ich jede Pause im Kopierraum, weil wir sonst immer, wenn einer in den Raum kommt, die Sprache wechseln müssen, damit diese Person Sachen versteht, die sie wahrscheinlich gar nichts angehen. Das muss ich noch mal mit Gaynor besprechen!