Montags ging es dann wieder zur Schule. Glücklicherweise konnte uns Joanna, die Mutter der Familie, zur Schule fahren. In der Schule stand ein neues Hauptthema an, denn die australische Besiedelung ist abgeschlossen. Nun ist Wärme, Licht und Schall unser Thema. Joanne, die Klassenlehrerin, hatte dafür mehrere Dinge mitgebracht, die bekannte Geräusche machen. Sie führte der ganzen Klasse die Geräusche vor und wir durften Sachen, wie das Geräusch von Wasser, das in eine Metallschüssel gegossen wird, erraten. Danach hatte ich mehrere Kopieraufgaben von Joe zu erledigen und half den Schülern ein bisschen beim Englisch. Ja ich werde besser!!!!!
Nach der Schule ging ich in die Stadt. Eigentlich nur, um wieder von der Farm rauszukommen und nicht bei dem unfreundlichen Busfahrer mitfahren zu müssen. Da ich aber nichts Wichtiges zu tun hatte, ging ich nur zu Woolworth’s, um lebenswichtige Sachen zu besorgen. Ich kaufte mir ein Shampoo, eine Zahnbürste, zwei Tafeln Schokolade und eine Packung Erdnüsse. Damit war mein Leben gerettet, denn Bier hab ich schon zu Hause. Das mit der Schokolade war aber gar nicht so einfach, denn die Schokolade ist in Australien sehr teuer und die Auswahl zu groß. Ich stand zum Glück nicht alleine hilflos da. Mit mir standen noch vier andere Personen rätselnd vor dem Süßigkeitenregal.
Nachdem ich mir einen Kaffee gegönnt hatte wartete ich auf Stephen, der mich abholen wollte. Nach 15 Minuten Wartezeit war ich gut durchgefroren, aber Stephen immer noch nicht in Sicht. Währenddessen traf ich ein deutsches Mädel, das gerade als Au-Pair in Armidale ist. Steve kam dann zum Glück doch noch und ich konnte endlich ins Warme.
Dienstags hatte ich in der Schule wieder nicht viel zu tun. Ich schaute zu, wie die Kinder die Welt des Telefonierens mit zwei Bechern und Wollfäden entdeckten, was ziemlich lustig war, weil die Kinder wirklich gute Ideen hatten, wie zum Beispiel eine Konferenzschaltung durch das Überkreuzen der Wollfäden. Am besten fand ich jedoch Adriel, der irgendwann meinte, er baue jetzt einen Anrufbeantworter.
Nachmittags traf ich mich dann mit Anne, der Deutschen die ich am Vortag kennengelernt hatte. Wir tranken einen Kaffee, dann bekam ich ihre Gastfamilie vorgestellt, welche halb Deutsch ist, und durfte noch mit zu Abend essen. Es war sehr entspannend, mal wieder einen ganzen Nachmittag nur Deutsch reden zu können.
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